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Große Preisunterschiede bei Häusern in Dresden und dem Umland

Neue Daten zeigen, wie viel preiswerter Häuser im Umland im Vergleich zu Dresden sind. Der Unterschied ist bundesweit nirgendwo so groß.

Einfamilienhäuser im Umland sind bis zu 60 Prozent günstiger als vergleichbare Objekte in Dresden. Statt 3494 Euro pro Quadratmeter in der sächsischen Landeshauptstadt werden eine Stunde Autofahrt vom Stadtzentrum entfernt im Schnitt nur 1400 Euro fällig. Das ist die Erkenntnis einer Auswertung von Verkaufsangeboten. Das Dresdner Umland hat dabei bundesweit die Pole-Position. Nirgendwo sonst ist der Preisunterschied so groß. Im Dortmunder Umland liegt der Preisunterschied nur bei 17 Prozent, in Berlin bei etwa 30 Prozent. Im Umkreis von Leipzig liegt die Ersparnis bei 53 Prozent. Die Analyse zeigt, dass sich die Preise im direkten Umland vieler Großstädte bereits deutlich angenähert haben.

Wer spürbar sparen möchte, muss seinen Suchradius erweitern

Im erweiterten Umland bieten sich weiterhin attraktive Preisvorteile für Häuser. Der Unterschied zwischen Dresden und dem Umland sei deshalb so groß, weil sich im erweiterten Umland der Stadt keine wirklichen Ballungsgebiete befänden. Das sei ein erheblicher Unterschied zu den meisten anderen untersuchten Städten und deren Umland. Die Analysten von Immowelt haben den Umkreis allerdings sehr weit gezogen, um auf die Ersparnis von 60 Prozent zu kommen. Das betrifft Gemeinden, die bis zu 60 Minuten von Dresden entfernt sind. Aber auch im Umkreis von 45 Minuten sind laut den Daten teilweise deutliche Preisvorteile möglich. So liegen die Preise in diesem Radius im Durchschnitt mit 2179 Euro etwa 40 Prozent unter denen in Dresden. So liegt der Angebotspreis für einen Quadratmeter in einem Einfamilienhaus in der Pfefferkuchenstadt Pulsnitz bei 1533 Euro. Das sind 1961 Euro weniger als in Dresden.

Eine grobe Beispielrechnung:

Kauft man sich ein Haus mit 120 Quadratmetern, liegt der Preis bei etwas mehr als 183.000 Euro. In Dresden wären es 420.000 Euro. Die absolute Ersparnis wären also etwa 237.000 Euro. Im direkten Dresdner Umland sind die Preisunterschiede deutlich weniger ausgeprägt. So liegt der Unterschied zwischen Dresden und Moritzburg nur bei 24 Euro. In Bannewitz spart man etwa 380 Euro, in Weinböhla 420 Euro. In Radeberg sind es 560 und in Heidenau 580 Euro. Blick vom neuen Aussichtspunkt an der Friedensburg auf Radebeuls beste Wohnlage. Hier sind die Preise höher als in Dresden. Allein eine Gemeinde ist sogar teurer als Dresden. In Radebeul liegt der Angebotspreis 370 Euro über dem Dresdner Preis. Dort sind 3865 Euro pro Quadratmeter fällig.

Dresdnerinnen und Dresdner profitieren

Die Einwohner Dresdens wollen von den günstigeren Immobilienpreisen im Umland profitieren. Wer eine Wohnung im Umland sucht, tut dies vor allem wegen der hohen Lebenshaltungskosten in Dresden. So das Ergebnis der Bürgerumfrage aus dem Jahr 2024, an der mehr als 6000 Dresdnerinnen und Dresdner teilnahmen. Im selben Jahr zogen 640 nach Freital, 409 nach Pirna und 295 nach Heidenau. Auch Radeberg, Bannewitz und Wilsdruff waren beliebt. Nicht nur die Immobilienpreise spielen beim Umzug eine Rolle: Die meisten Dresdnerinnen und Dresdner zogen nach Radebeul – der einzigen Gemeinde mit höheren Preisen als Dresden. Im Vergleich mit anderen deutschen Großstädten liegt Dresden weiterhin gut da. In München kostet der Quadratmeter laut Immowelt mehr als 9000 Euro, deutlich mehr als doppelt so viel wie in Dresden. In Stuttgart liegt der Preis über 6000 Euro, in Köln und Frankfurt am Main rund 5000 Euro. Weniger als in Dresden kosten der Quadratmeter in Bremen und Duisburg.

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