Immobilien werden teurer
Der Bau des Weltmarktführers TSMC ist gestartet Nach Jahren des Booms gingen die Preise für Häuser und Wohnungen zurück, doch seit einige Monaten ist das vorbei
Wer ein Haus oder eine Wohnung kauft, muss wieder mehr zahlen. Die Preise für Wohnimmobilien sind im zweiten Quartal um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gestiegen. Die Erholungsphase auf dem Immobilienmarkt hält weiter an. Die Immobilienpreise sind jetzt das fünfte Quartal in Folge gestiegen, wobei die Preise für Wohnimmobilien die Entwicklung weiterhin treiben. Die Zahlen be ruhen auf Daten von mehr als 700 Kreditinstituten. In den sieben größten deutschen Metropolen leben insgesamt mehr als zehn Millionen Menschen. Dort sind Preise im zweiten Quartal etwas stärker gestiegen als im restlichen Deutschland – im Schnitt um 1,5 Prozent verglichen mit dem Vorquartal.
Nach wie vor wird in Deutschland zu wenig gebaut – 2024 kamen nur 251.900 neue Wohnungen dazu,und die meisten Fachleute erwarten, dass es in diesem Jahr noch weniger sein werden. Gleichzeitig trauen sich aber wieder mehr Leute einen Immobilienkauf zu. Die Immobilienpreise liegen vielerorts noch unter den Höchstständen von 2022, und die Bauzinsen haben sich auf einem moderaten Niveau eingependel. Der Immobilienmarkt sei dabei, sich nach den Turbulenzen der vergangenen Jahre zu stabilisieren.
Die nach Beginn des Kriegs in der Ukraine nach oben geschossenen Kosten für Baumaterialien, die Lieferengpässe, der Anstieg der Bauzinsen, die Unsicherheit bei privaten Verbrauchern und Investoren – das alles führte dazu, dass nach 13 Jahren des Booms die Preise ab 2022 zu sinken begannen. 2024 dann die erneute Trendwende: Seit ein paar Monaten ziehen die Immobilienpreise wieder an. Die Knappheit lässt auch die Mieten steigen. Die Neuvertragsmieten in Mehrfamilienhäusern zogen im zweiten Quartal um 4,3 Prozent verglichen mit dem Vorquartal an. Der Wohnungsmangel werde mehrere Jahre bestehen bleiben. Das lasse Immobilienpreise und Mieten tendenziell steigen.
Die Finanzierung ist dafür günstiger geworden
Wer eine Hypothek aufnehmen wollte, musste bei zehn Jahren Laufzeit mit einer 4 vor dem Komma beim effektiven Jahreszins rechnen. Mittlerweile hat sich das Niveau um 3,5 Prozent eingependelt. Die meisten Hauskäufer glauben, dass das erst einmal so bleibt. Man darf davon ausgehen, dass diejenigen,die seit zwei, drei Jahren abgewartet haben, sich jetzt entschieden haben zu kaufen. Es wird mit einer deutlichen Belebung des Immobilienmarkts bis zum Jahresende gerechnet. Das Gros der gehandelten Objekte werden weiterhin Bestandsgebäude sein. Allerdings gehe auch darum, wie der „Bauturbo“ umgesetzt werde. Mit diesem Schlagwort will die Bundesregierung dafür sorgen, dass schneller gebaut werden kann.
Bei der Finanzierung wird keine allzu großen Veränderung erwartet. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Bauzinsen in den kommenden Wochen um das aktuelle Niveau von im Schnitt rund 3,6 Prozent für zehnjährige Darlehen seitwärts bewegen werden. Für Kaufinteressierte bedeutet die Seitwärtsentwicklung der Bauzinsen: Die Finanzierungskosten bleiben relativ stabil – und werden erstmal nicht günstiger.




